Stahlimporte
EU-Parlament beschließt härtere Zollregeln

Das Europäische Parlament hat schärfere Regeln zum Schutz der Stahlindustrie vor billiger Konkurrenz aus Drittländern beschlossen.

    Panorama des Thyssenkrupp Steel Stahlwerk in Duisburg-Bruckhausen, vorne das gasbefeuerte Kraftwerk Hamborn, grüne Fassade des Kesselhaus Block5, in der Mitte die Hochöfen 8 und 9
    Die EU will die Stahlbranche vor Billigkonkurrenz aus Drittstaaten schützen. (picture alliance / Jochen Tack / Jochen Tack)
    Eine Mehrheit der Abgeordneten stimmte in Straßburg dafür, die zollfreie Einfuhrmenge auf 18,3 Millionen Tonnen pro Jahr zu begrenzen. Das sind etwa 47 Prozent weniger als bisher. Bei einer Überschreitung der Menge beträgt der Strafzoll 50 Prozent, doppelt so viel wie derzeit.
    Mit den neuen Regeln will die EU den europäischen Markt vor globaler Überproduktion vor allem aus China, Indien und der Türkei schützen. Es geht auch darum, Arbeitsplätze zu sichern.
    Damit die neuen Regeln in Kraft treten können, müssen die Mitgliedsstaaten noch formell zustimmen.
    Diese Nachricht wurde am 19.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.