Samstag, 13. April 2024

Trotz Protesten
EU-Parlament billigt Renaturierungsgesetz

Das Europäische Parlament hat das umstrittene Renaturierungsgesetz gebilligt.

27.02.2024
    In Nordrhein-Westfalen wurde die renaturierte Seseke, ein Nebenfluss der Lippe, zum naturnahem Gewässer umgestaltet.
    Das Renaturierungsgesetz der EU sieht vor: Von den Wäldern, Meeren, Flüssen und anderen Lebensräumen in schlechtem Zustand sollen mindestens 20 % wiederbelebt werden. (IMAGO / Rupert Oberhäuser )
    329 Abgeordnete stimmten in Straßburg mit Ja, 275 mit Nein. 24 enthielten sich. Der Beschluss war ungewiss. Landwirte und konservative Politiker warnen, die Vorschriften schafften zusätzliche bürokratische Belastungen und gefährdeten die Wettbewerbsfähigkeit.
    Der geplanten Regelung zufolge müssen die Mitgliedstaaten bis 2030 mindestens 20 Prozent ihrer jeweiligen Landflächen und Meeresgebiete renaturieren. Zur Eindämmung des Insektensterbens sollen sie etwa durch Blühstreifen und Hecken auf Äckern dafür sorgen, dass zum Beispiel Bienenpopulationen wieder wachsen. Weitere Themen sind Innenstadt-Begrünung, Wiedervernässung von Mooren und natürliche Flussläufe. Vorgeschrieben wird zudem, wieder mehr Wälder natürlicher wachsen zu lassen und Totholz nicht mehr zu entfernen.
    Diese Nachricht wurde am 27.02.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.