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Europäische Union
EU-Parlament fordert bessere Bezahlung von Musikern beim Streaming

Das Europäische Parlament hat eine bessere Bezahlung von Musikerinnen und Musikern durch Streaming-Plattformen wie "Spotify" oder "Apple Music" gefordert. Die Abgeordneten verabschiedeten einen Text, in dem die EU-Kommission aufgefordert wird, strengere Regeln für die großen Streaming-Anbieter zu erlassen.

    Skyline-Spiegelung und Firmenlogo an der Fassade des US-Firmensitzes von Spotify in Lower Manhattan
    EU-Parlament fordert bessere Bezahlung von Musikern beim Streaming. (picture alliance / Daniel Kalker)
    Nötig sei eine gerechtere Verteilung der Einnahmen durch das Streaming. Viele Anbieter nutzten ihre gute Marktposition aus und würden bei der Gestaltung der Lizenzgebühren so vorgehen, dass den Urhebern oft nicht viel übrig bleibe. So werden die Künstler teilweise dazu angehalten, auf Einnahmen zu verzichten, damit sie überhaupt auffindbar bleiben.
    Die Abgeordneten forderten zudem, die Gesetze für digitale Dienste (DSA) und digitale Märkte (DMA) auf die Musikindustrie anzuwenden. Damit könnte Brüssel die Marktmacht großer Dienste wie Spotify einschränken. Die Plattformen könnten zudem verpflichtet werden, die Algorithmen hinter ihren Musikempfehlungen offenzulegen.
    Streaming-Plattformen erzielen rund zwei Drittel der weltweiten Umsätze der Musikbranche. Marktführer Spotify konnte allerdings trotz hoher Nutzerzahlen bislang noch nie einen positiven Jahresgewinn ausweisen.
    Diese Nachricht wurde am 18.01.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.