
Nötig sei eine gerechtere Verteilung der Einnahmen durch das Streaming. Viele Anbieter nutzten ihre gute Marktposition aus und würden bei der Gestaltung der Lizenzgebühren so vorgehen, dass den Urhebern oft nicht viel übrig bleibe. So werden die Künstler teilweise dazu angehalten, auf Einnahmen zu verzichten, damit sie überhaupt auffindbar bleiben.
Die Abgeordneten forderten zudem, die Gesetze für digitale Dienste (DSA) und digitale Märkte (DMA) auf die Musikindustrie anzuwenden. Damit könnte Brüssel die Marktmacht großer Dienste wie Spotify einschränken. Die Plattformen könnten zudem verpflichtet werden, die Algorithmen hinter ihren Musikempfehlungen offenzulegen.
Streaming-Plattformen erzielen rund zwei Drittel der weltweiten Umsätze der Musikbranche. Marktführer Spotify konnte allerdings trotz hoher Nutzerzahlen bislang noch nie einen positiven Jahresgewinn ausweisen.
Diese Nachricht wurde am 18.01.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
