US-Sicherheitsstrategie
EU-Ratspräsident: Europa kann "Androhung einer Einmischung" durch USA nicht akzeptieren

EU-Ratspräsident Costa hat sich angesichts der neuen US-Sicherheitsstrategie gegen eine amerikanische Einmischung in innereuropäische Angelegenheiten verwahrt.

    António Costa, Präsident des Europäischen Rates, sitzt hinter einem Mikrofon.
    EU-Ratspräsident Costa (Michael Kappeler / dpa-Pool / dpa / Michael Kappeler)
    Costa sagte bei einer Veranstaltung in Brüssel, Europa werde so etwas nicht akzeptieren. Die USA könnten nicht stellvertretend für die europäischen Bürger entscheiden, welche die guten und welche die schlechten Parteien seien.
    Die Regierung von US-Präsident Trump hatte am Freitag eine neue nationale Sicherheitsstrategie veröffentlicht. Die europäischen Verbündeten werden in dem Papier unter anderem wegen ihrer Migrationspolitik und einer angeblichen Unterdrückung der Meinungsfreiheit kritisiert. Die USA wollen demnach künftig rechtsgerichtete Parteien gegen den aktuellen politischen Kurs Europas unterstützen.
    Der CDU-Außenpolitiker Beyer sagte im Deutschlandfunk, die Kritik der USA in dieser Allgemeinheit zu lesen, sei schon harter Tobak. Das Strategiepapier enthalte zwar Ansatzpunkte, die Hausaufgaben der EU seien, jedoch müsse man sich das von den USA nicht vorschreiben lassen, so der frühere Koordinator der Bundesregierung für die transatlantische Zusammenarbeit.
    Diese Nachricht wurde am 08.12.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.