Migration
EU-Rückführungsquote gestiegen

Die Zahl der Abschiebungen aus den EU-Ländern ist in den vergangenen Jahren angestiegen.

    Straßburg: Magnus Brunner ( VP), EU-Kommissar für Inneres und Migration, steht im Gebäude des Europäischen Parlaments und spricht über die von der EU-Kommission vorgeschlagene Rückführungsrichtlinie.
    Magnus Brunner ( VP), EU-Kommissar für Inneres und Migration (Philipp von Ditfurth / dpa / Philipp von Ditfurth)
    EU-Migrationskommissar Brunner spricht vom höchsten Wert in diesem Jahrzehnt. Er sagte der "Welt am Sonntag", 2025 seien 28 Prozent der ausreisepflichtigen Migranten zurückgeführt worden. Das liege am konsequenten Vorgehen der Mitgliedstaaten, an mehr Stabilität in einigen Aufnahmeländern sowie an einem besseren Informationssystem.
    Zufriedenstellend ist das nach Auffassung des EU-Kommissars aber noch nicht. Brunner sagte, es sei nun wichtig dass Parlament und Rat die neue Rückführungsverordnung beschließen, die man vergangenes Jahr vorgelegt habe. Diese sieht unter anderem vor, dass Menschen, die keinen Schutz erhalten haben, länger in Abschiebehaft genommen werden können. Zudem ermöglicht sie die Abschiebung von Asylsuchenden in sogenannte Return Hubs in Staaten außerhalb der EU.
    Diese Nachricht wurde am 25.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.