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Umweltministertreffen
EU-Staaten wollen Essensabfälle und Kleidungsmüll reduzieren - auch strengere Regeln für Umweltlabel beschlossen

Die EU-Umweltminister haben bei ihrem Treffen in Luxemburg neben dem Renaturierungsgesetz weitere Beschlüsse gefasst.

    Obst-, Gemüse- und andere Lebensmittelabfälle lagern in Plastiktüten verpackt in einer Aufbereitungsanlage der Stadtreinigung in Hamburg.
    In der EU sollen künftig weniger Lebensmittel weggeworfen werden. (dpa / Christian Charisius )
    So verständigten sie sich auf das Ziel, Lebensmittelabfälle, die im Einzelhandel und beim Verbrauch entstehen, bis 2030 um 30 Prozent pro Kopf zu reduzieren. In der Herstellung und bei der Verarbeitung sollen die Abfälle um zehn Prozent verringert werden. Auch der Kleidungsmüll soll deutlich reduziert werden.
    Zudem stimmten die Minister für ein Gesetz, wonach Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsbehauptungen zu Produkten künftig wissenschaftlich belegen müssen. Damit will die EU gegen das sogenannte "Greenwashing" vorgehen.
    Darübeer hinaus wollen die EU-Staaten eine nachhaltigere Bodenbewirtschaftung voranbringen. Dazu soll unter anderem eine Überwachung der Bodengesundheit verbindlich vorgeschrieben werden, und die Bodenversiegelung soll bekämpft werden.
    Diese Nachricht wurde am 17.06.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.