Künstliche Intelligenz
EU-Staaten wollen KI-Anwendungen für sexuelle Deepfakes verbieten - Strengere Regeln für KI-Anbieter kommen später

Die EU-Staaten wollen KI-Anwendungen verbieten, mit deren Hilfe sexualisierte Bilder von Personen ohne deren Einwilligung hergestellt werden können.

    Eine Person hält ein Smartphone in den Händen, auf dem Screen ist eine Porno-Internetseite zu sehen (gestellte Szene).
    Die EU-Länder wollen das KI-Gesetz ergänzen (Archivbild). (picture alliance / dpa / Marcus Brandt)
    Die Botschafter der 27 Mitgliedsländer einigten sich darauf, das Gesetz zu Künstlicher Intelligenz entsprechend zu ergänzen. Brüssel reagiert damit auf die Verbreitung von Chatbots wie Grok. Damit waren auf Anweisung von Nutzern Millionen von KI-Bildern generiert und verbreitet worden, auf denen Frauen und Kinder nackt oder wenig bekleidet dargestellt wurden. Mehrere Länder leiteten Untersuchungen gegen Grok ein oder sperrten das Tool, das auf der Online-Plattform X integriert ist.
    Die Botschafter der EU-Staaten einigten sich auch darauf, die bereits beschlossenen strengeren Regeln für Anbieter künstlicher Intelligenz später anzuwenden. Die Vorschriften für KI-Systeme mit besonderen Risiken treten jetzt erst im Dezember 2027 in Kraft statt wie bisher geplant im August dieses Jahr. Mit der Verschiebung will die EU-Kommission den KI-Anbietern mehr Zeit geben, sich auf die neuen Regularien einzustellen.
    Diese Nachricht wurde am 13.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.