Weltwirtschaft
EU und Australien einigen sich auf Freihandelsabkommen

Die EU und Australien haben sich nach jahrelangen Verhandlungen auf ein Freihandelsabkommen geeinigt.

    Von der Leyen und Mostyn sitzen in einem Raum nebeneinander in Sesseln vor den Fahnen beider Seiten. Seitlich vor ihnen sitzen sechs weitere Teilnehmer
    Das Bild zeigt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (4.v.l.) In Sydney mit der australischen Generalgouverneurin Sam Mostyn (4.v.r.). Von der Unterzeichnung des Abkommens mit Premier Albanese liegt noch kein Bildmaterial vor. (dpa / ASSOCIATED PRESS / Rick Rycroft)
    In der australischen Hauptstadt Canberra unterzeichneten EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen und Regierungschef Albanese ein entsprechendes Dokument. Das Abkommen sieht unter anderem den Wegfall von Zöllen vor und soll den Handel mit Dienstleistungen sowie gegenseitige Investitionen erleichtern. Die EU erhofft sich aus Australien vor allem Lieferungen von Lithium und weiteren Rohstoffen zur Technologieproduktion; sie will hier unabhängiger von China werden. Nach Australien exportiert die Europäische Union vor allem Maschinen, Chemikalien und Bauteile für den Verkehrssektor.
    Von der Leyen sagte, mit dem Abkommen diversifiziere die EU ihre internationalen Handelsbeziehungen in einer Zeit, in der die USA mit ihrer aggressiven Zollpolitik ein schwieriger Partner seien.
    Der Vertrag geht nun in die juristische Überprüfung, die in der Regel mehrere Monate dauert. In der EU muss er zudem in alle 24 Amtssprachen übersetzt werden. Dann ist noch die Ratifizierung durch das europäische und das australische Parlaments erforderlich.
    Von der Leyen und Albanese unterzeichneten zudem eine Sicherheitspartnerschaft beider Staaten, die unter anderem eine stärkere Kooperation gegen Cyber-Attacken vorsieht.
    Diese Nachricht wurde am 24.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.