Strategischer Schritt
EU und Indien einigen sich auf Handelsabkommen

Bundesfinanzminister Klingbeil hat das Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Indien als neues Kapitel der europäischen Handelspolitik gewürdigt.

    Der indische Premierminister Narendra Modi (Mitte) posiert für ein Foto mit dem Präsidenten des Europäischen Rates, Antonio Costa (links), und der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, vor ihrem Treffen in Neu-Delhi, Indien.
    Die EU und Indien haben sich auf ein Freihandelsabkommen geeinigt. (picture alliance/ASSOCIATED PRESS/Manish Swarup)
    Der Vertrag werde neue Chancen für Wachstum und gute Arbeitsplätze in Europa wie in Indien schaffen, erklärte Klingbeil. Zugleich vertiefe er die strategische Partnerschaft mit der größten Demokratie der Welt. Die EU und Indien hatten sich nach fast zwei Jahrzehnten Verhandlungen auf das umfassende Handelsabkommen geeinigt. Die Vereinbarung gilt auch als strategischer Schritt, um sich angesichts angespannter Beziehungen zu den USA wirtschaftlich breiter aufzustellen. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen sprach in Neu Delhi von einem Signal an die Welt, dass eine auf Regeln basierende Zusammenarbeit weiter hervorragende Ergebnisse liefere. Der indische Ministerpräsident Modi erklärte, die Vereinbarung eröffne große Chancen für die 1,4 ‌Milliarden Menschen in Indien und die Bevölkerung Europas.
    Das Abkommen ebnet den Weg für die Öffnung des bislang stark abgeschotteten indischen ⁠Marktes für Unternehmen aus der EU, die bereits jetzt der größte Handelspartner des Landes ist. Nach Angaben aus Brüssel ist unter anderem die Senkung fast aller Zölle vorgesehen.
    Diese Nachricht wurde am 27.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.