
Das Treffen mit EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen und Ratspräsident Costa begann am Abend in Mexiko-Stadt. Dort soll unter anderem eine erweiterte Fassung des schon bestehenden Handelsabkommens zwischen der EU und Mexiko unterzeichnet werden. Die neue Vereinbarung sieht unter anderem vor, dass zahlreiche Waren auf beiden Märkten zollfrei gehandelt werden können. Für Mexiko ist die EU nach den USA der weltweit bedeutendste Exportmarkt. Das jährliche bilaterale Handelsvolumen beträgt rund 86 Milliarden Euro.
Die EU-Außenbeauftragte Kallas sagte vor Beginn des Treffens, der Gipfel bedeute mehr als nur Handel - er sei ein geopolitisches Statement. Als Reaktion auf die umstrittene Zollpolitik von US-Präsident Trump bemüht sich Mexiko ebenso wie die Europäische Union um mehr Unabhängigkeit sowie den Ausbau der Handelsbeziehungen mit anderen Ländern und Regionen. Das Europaparlament muss der neuen Vereinbarung noch zustimmen.
Diese Nachricht wurde am 22.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
