Weltwirtschaft
EU und Mexiko unterzeichnen erweitertes Handelsabkommen

Die Europäische Union und Mexiko haben eine erweiterte Fassung ihres bestehenden Handelsabkommens unterzeichnet. Die mexikanische Präsidentin Sheinbaum kam dazu mit EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen und Ratspräsident Costa zum ersten EU-Mexiko-Gipfeltreffen seit mehr als zehn Jahren zusammen.

    Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum (M.) begrüßt EU-Ratspräsident António Costa und die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im Präsidentenpalast. Sie sind festlich gekleidet, lächeln sich freundlich an und klatschen in die Hände.
    EU und Mexiko wollen modernisiertes Handelsabkommen unterzeichnen. (Felix Marquez / dpa / Felix Marquez)
    Die neue Vereinbarung sieht unter anderem vor, dass zahlreiche Waren auf beiden Märkten zollfrei gehandelt werden können - wenn auch durch Quoten begrenzt. Das jährliche bilaterale Handelsvolumen beträgt rund 86 Milliarden Euro. Für Mexiko ist die EU nach den USA damit der weltweit bedeutendste Exportmarkt.
    Als Reaktion auf die umstrittene Zollpolitik von US-Präsident Trump bemüht sich Mexiko ebenso wie die Europäische Union um mehr Unabhängigkeit sowie den Ausbau der Handelsbeziehungen mit anderen Ländern und Regionen. Das Europaparlament muss der neuen Vereinbarung noch zustimmen. Die deutsche Wirtschaft hofft durch die Änderungen auf ein Exportsteigerungen. Vom Verband der Maschinen- und Anlagenbauer hieß es, die EU setze mit dem Abkommen ein positives Signal für den Freihandel.
    Diese Nachricht wurde am 22.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.