Archiv

Zerstörter Kachowka-Staudamm
EU und Staaten wollen in südukrainischen Flutgebieten helfen

Im übrigen Europa beginnen die Hilfsaktionen für die nach der Zerstörung des Kachowka-Staudamms überfluteten Gebiete in der Südukraine.

06.06.2023
    Eine Frau watet durch knietiefes Wasser, im Hintergrund sind Häuser und Bäume zu sehen.
    Das Wasser aus dem Kachowka-Stausee hat große Gebiete flussabwärts am Dnipro überschwemmt. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Evgeniy Maloletka)
    Der EU-Außenbeauftragte Borrell sicherte der Ukraine Unterstützung im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens zu. Kiew hatte ein Hilfeersuchen gestellt, was auch Staaten ohne EU-Mitgliedschaft tun können. Das Technische Hilfswerk teilte in Bonn mit, man stelle dem ukrainischen Katastrophenschutz 5.000 Wasserfilter zur Verfügung. Auch andere Staaten wie Frankreich und Großbritannien boten Hilfe an.
    Seit den frühen Morgenstunden ergießt sich das Wasser des größten ukrainischen Stausees durch eine mehrere hundert Meter breite Lücke im Damm. Weite Gebiete flussabwärts stehen unter Wasser. Am ukrainisch kontrollierten rechten Ufer sollen 16.000 Menschen evakuiert werden, auf der russisch besetzten Seite weitere 25.000. Insbesondere die Wasser- und Stromversorgung sind gefährdet, aber auch für die Natur werden drastische Folgen befürchtet. Die Ukraine und Russland machen sich gegenseitig für den Dammbruch verantwortlich und sprechen von "Terrorismus". Bundeskanzler Scholz sagte, der Vorfall reihe sich ein in viele Verbrechen russischer Soldaten in der Ukraine.
    Diese Nachricht wurde am 06.06.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.