Ukrainekrieg
EU verhängt weitere Sanktionen gegen Russland wegen Deportation ukrainischer Kinder

Die Außenminister der EU haben wegen der systematischen Verschleppung ukrainischer Kinder weitere Sanktionen gegen Russland verhängt.

    28 EU-Flaggen vor dem Berlaymont-Gebäude, dem Sitz der Europäischen Kommission in Brüssel
    Die EU hat weitere Sanktionen gegen Russland in Kraft gesetzt. (picture alliance / Geisler-Fotopress / Dwi Anoraganingrum / Geisler-Fotop)
    Sie richten sich gegen 16 Personen und sieben Organisationen, wie die Vertretung der Mitgliedstaaten in Brüssel mitteilte. Die Strafmaßnahmen umfassten Einreiseverbote sowie das Einfrieren von Vermögenswerten. Sanktioniert wurde demnach unter anderem die Leiterin eines Lagers in Russland, in dem ukrainische Minderjährige untergebracht wurden.
    Schätzungen der Europäischen Union zufolge hat Russland seit der Invasion in der Ukraine vor vier Jahren etwa 20.500 ukrainische Kinder verschleppt. Viele hätten ihre Staatsbürgerschaft wechseln müssen und seien zur Adoption freigegeben worden. Trotz internationaler Bemühungen konnten bislang nur etwa 2.100 Kinder zurückgebracht werden.
    Diese Nachricht wurde am 11.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.