Nach Trump-Drohung
EU-Verhandler erzielen vorläufige Einigung auf Umsetzung von Zollabkommen mit USA

Vertreter des Europaparlaments und des Rats der 27 EU-Länder haben in der Nacht eine vorläufige Einigung über die Abschaffung von Einfuhrzöllen auf Waren aus den USA erzielt.

    Das Europäische Parlament in Straßburg vor blauem Himmel, rechts daneben ein angrenzendes Wohnhaus.
    Das Europäische Parlament in Straßburg. (Deutschlandradio / Thorsten Gerald Schneiders)
    Das gab die zyprische Ratspräsidentschaft in Straßburg bekannt. Hintergrund sind die neuen Zolldrohungen aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Präsident Trump hatte der EU eine Frist bis 4. Juli gesetzt. Sollte die Abschaffung bis dahin nicht umgesetzt sein, werde er neue Aufschläge auf Autoimporte verhängen. Mit der Einigung jetzt dürfte die EU die Frist einhalten können.
    Die Abschaffung der Einfuhrzölle auf US-Waren ist Teil einer Vereinbarung, die EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen im August mit Trump geschlossen hatte, um einen Handelskrieg abzuwenden. Trump sagte im Gegenzug zu, maximal 15-Prozent-Zölle auf die meisten EU-Produkte zu erheben. Die USA hielten sich weitgehend daran. Brüssel blieb die Umsetzung bisher schuldig. Von der Leyens Abkommen mit Trump ist in der EU umstritten. Viele sehen europäische Interessen benachteiligt.
    Diese Nachricht wurde am 20.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.