
Magyar erklärte, er erwarte konstruktive Verhandlungen, auch wenn diese nicht einfach würden, weil man nur wenig Zeit habe. Magyar will Milliarden Euro an EU-Geldern für sein Land freibekommen, die Brüssel wegen Verstößen des scheidenden Ministerpräsidenten Orban gegen die Rechtsstaatlichkeits-Prinzipien der Europäischen Union eingefroren hatte. Dazu gehören zehn Milliarden Euro aus dem Corona-Wiederaufbaufonds. Das Recht auf dieses Geld verfällt im August, sollte Budapest bis dahin nicht entscheidende Reformen umgesetzt haben.
Bei der Parlamentswahl am Sonntag war Orban nach 16 Jahren an der Macht abgewählt worden. Im Gegensatz zu Orban vertritt Magyar einen europafreundlichen Kurs. Er hat ein Ende von Ungarns Blockade-Haltung bei wichtigen EU-Entscheidungen in Aussicht gestellt.
Diese Nachricht wurde am 17.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
