
Eine Sprecherin der EU-Kommission erklärte, man wolle nach einer Amtsübernahme durch die Tisza-Partei des bisherigen Oppositionspolitikers Magyar keine Zeit verlieren. Magyar hofft unter anderem auf die Freigabe von zehn Milliarden Euro aus dem Corona-Wiederaufbaufonds. Das Geld ist wegen Verstößen gegen Rechtsstaatlichkeitsprinzipien eingefroren, muss jedoch bis August abgerufen werden. Im Gegenzug hofft Brüssel, dass Ungarn unter der neuen Regierung die Blockade wichtiger EU-Vorhaben beilegt. Dazu zählt ein Darlehen an die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro.
Bei der Parlamentswahl am Sonntag hatte Magyars Partei eine Zwei-Drittel-Mehrheit errungen, mit der sie grundlegende Reformen durchsetzen kann. Es wird erwartet, dass die neue Regierung im Mai ihre Arbeit aufnimmt.
Diese Nachricht wurde am 17.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
