Nach Abwahl Orbans
EU-Vertreter reisen für Vorgespräche mit Wahlsieger Magyar nach Budapest

Vertreter der Europäischen Union reisen heute für Gespräche mit der designierten neuen Regierung nach Ungarn.

    Das Bild zeigt das beleuchtete Parlament in Budapest bei Nacht, davor feiern Menschen den Wahlsieg des Oppositionspolitikers Magyar, schwenken eine Ungarn-Flagge und ein Plakat der Tisza-Partei
    Das Budapester Parlamentsgebäude am Donauufer war Kulisse für eine Wahlparty von Tisza-Anhängern (picture alliance / dpa / Sipa / Fievez Nicolas)
    Eine Sprecherin der EU-Kommission erklärte, man wolle nach einer Amtsübernahme durch die Tisza-Partei des bisherigen Oppositionspolitikers Magyar keine Zeit verlieren. Magyar hofft unter anderem auf die Freigabe von zehn Milliarden Euro aus dem Corona-Wiederaufbaufonds. Das Geld ist wegen Verstößen gegen Rechtsstaatlichkeitsprinzipien eingefroren, muss jedoch bis August abgerufen werden. Im Gegenzug hofft Brüssel, dass Ungarn unter der neuen Regierung die Blockade wichtiger EU-Vorhaben beilegt. Dazu zählt ein Darlehen an die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro.
    Bei der Parlamentswahl am Sonntag hatte Magyars Partei eine Zwei-Drittel-Mehrheit errungen, mit der sie grundlegende Reformen durchsetzen kann. Es wird erwartet, dass die neue Regierung im Mai ihre Arbeit aufnimmt.
    Diese Nachricht wurde am 17.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.