Archiv

Gesetzentwurf zu Werbung
EU will ausländischen Einfluss auf Wahlen begrenzen

Die Europäische Union will ausländische Einflussnahme auf Wahlen begrenzen.

    Eine Folie mit der EU-Flagge ist am Gebäude des Europaparlament in Brüssel befestigt.
    In Deutschland könnte die Änderung türkischstämmige Wähler betreffen. (picture alliance / Daniel Kalker)
    Das Europaparlament und die Mitgliedsländer einigten sich im Grundsatz auf einen entsprechenden Gesetzentwurf, der ab 2025 greifen könnte. Demnach soll es Akteuren außerhalb der EU untersagt werden, drei Monate vor einer Wahl oder einem Referendum politische Werbung in Europa zu finanzieren. Mithilfe der neuen Regeln werde es schwieriger, Falschinformationen zu verbreiten und in demokratische Prozesse einzugreifen, sagte der Berichterstatter im Europaparlament, Gozi, von der liberalen Renew-Gruppe.
    In Deutschland könnte die Änderung etwa türkischstämmige Wähler betreffen, die im Auftrag türkischer Politiker angesprochen werden. Das Gesetz richtet sich aber auch gegen russische Einflussnahme. Auswirkungen hat es zudem auf große Online-Plattformen. Sie sollen der EU künftig politische Wahlwerbung melden. Die Öffentlichkeit soll so Aufschluss erhalten, wer dahinter steht und sie finanziert.
    Diese Nachricht wurde am 07.11.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.