Iran-Krieg
EU-Wirtschaftskommissar Dombrovskis warnt vor "Stagflationsschock"

EU-Wirtschaftskommissar Dombrovskis befürchtet bei einem längeren Iran-Krieg spürbare Folgen für die europäische Wirtschaft.

    EU-Wirtschaftskommissar Dombrovskis steht hinter einem Mikrofon.
    EU-Wirtschaftskommissar Dombrovskis (AFP / WOJTEK RADWANSKI)
    Höhere Energiepreise würden sich auf die allgemeine Inflation ausweiten, sagte er bei einem Finanzministertreffen in Brüssel. Wörtlich warnte er vor einem "Stagflationsschock". Stagflation ist ein Kofferwort aus "Stagnation" und "Inflation". Es beschreibt eine Situation, in der fehlendes Wirtschaftswachstum mit höheren Preisen einhergeht. Seit Kriegsbeginn vor gut einer Woche sind die Öl- und Gaspreise deutlich gestiegen. Die in Europa maßgebliche Sorte Brent verteuerte sich um 50 Prozent. Ein Grund ist die Blockade der Straße von Hormus, des zentralen Seewegs für Öl- und Gastransporte aus dem Nahen Osten. Rund sechs Prozent der deutschen Rohölimporte stammen laut Statistischem Bundesamt aus dem Nahen Osten. Deutschlands wichtigste Rohöllieferanten sind Norwegen und die USA mit jeweils rund 16-einhalb Prozent.
    Die EU signalisierte die Bereitschaft, Missionen zum Schutz von Schifffahrtswegen auszuweiten. Das teilten Ratspräsident Costa und Kommissionspräsidentin von der Leyen nach einer Videokonferenz mit Staats- und Regierungschefs aus dem Nahen und Mittleren Osten mit.
    Diese Nachricht wurde am 09.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.