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Friedensforschungsinstitut Sipri
Europa bei Rüstungsimporten von USA abhängig - Ruf nach mehr Eigenständigkeit

Die europäischen NATO-Staaten hängen bei ihren Waffenimporten nach wie vor stark von den USA ab.

    Piloten bereiten sich in den Cockpits ihrer Kampfjets des Typs F-16 auf den Flug während des Nato-Luftwaffen-Manövers "Tiger Meet" auf dem Gelände des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51 "Immelmann"vor.
    Neue Sipri-Zahlen zum globalen Rüstungshandel (Marcus Brandt/dpa)
    Einem Bericht des Friedensforschungsinstituts Sipri zufolge stammten in den vergangenen fünf Jahren mehr als 60 Prozent der Einfuhren in diesem Bereich aus den Vereinigten Staaten. Die Zahl der Waffenimporte hat sich in diesem Zeitraum mehr als verdoppelt. Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Europaparlament, Strack-Zimmermann, sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", Europa müsse dies als Ansporn nehmen, endlich selbstständiger zu werden. Die Gewerkschaft IG Metall forderte die künftige Bundesregierung auf, Rüstungsgüter nicht mehr weitgehend bei US-Produzenten zu bestellen.
    Wegen des russischen Angriffskriegs ist die Ukraine laut Sipri zum weltweit größten Importeur von Waffen geworden.
    Diese Nachricht wurde am 10.03.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.