
Der Offene Brief der 22 Mitgliedstaaten sei fatal gewesen, sagte Sippel im Deutschlandfunk. Sie hätten damit das Geschäft verschiedener Autokraten betrieben, die Europa spalten wollten. Bundeskanzler Merz habe sich in dem Brief an die Seite von Italiens Ministerpräsidentin Meloni gestellt, die sogar den Ausschluss Spaniens aus dem Schengenraum gefordert habe, kritisierte Sippel.
In dem Schreiben hatten die Staats- und Regierungschefs Spaniens Ministerpräsidenten Sanchez kritisiert und ihm vorgeworfen, migrationspolitische Entscheidungen Madrids hätten die Situation in Ceuta mit ausgelöst.
Marokko sieht Falschinformationen als Ursache für Migration nach Ceuta
Erstmals äußerte sich auch Marokko zu den Geschehnissen in der spanischen Exklave. Das Innenministerium machte in Sozialen Medien gestreute Falschinformationen für den Ansturm zehntausender Menschen auf Ceuta verantwortlich. Er sei nicht organisiert gewesen, sondern spontan zustande gekommen, sagte ein Sprecher. Zudem sei das Urteil eines spanischen Gerichts,das die sofortige Rückführung von auf See abgefangenen Migranten verbiete, falsch interpretiert worden.
Unterschiedliche Angaben zur Zahl der Migranten und Opfer
Die marokkanischen Behörden bezifferten die Zahl der Beteiligten auf 40.000. Spanien hatte von mehr als 50.000 gesprochen. Die Zahl der Menschen, die ums Leben kamen, gibt Marokko mit elf an. Laut spanischen Angaben waren es mindestens 72.
Einzelheiten zu den Geschenissen in Ceuta
hat heute früh unser Korrespondent Stefan Ehlert erläutert.
Diese Nachricht wurde am 03.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
