Lingen
Europaabgeordneter Gahler kritisiert Kooperationsgenehmigung zwischen niedersächsischer Fabrik und russischem Konzern

Der CDU-Europaabgeordnete Gahler hat die Genehmigung einer Zusammenarbeit zwischen einer niedersächsischen Fabrik und ⁠dem Moskauer Konzern ⁠Rosatom als moralisch verwerflich bezeichnet.

    Der CDU-Europaabgeordnete Gahler sitzt in Brüssel im Parlament. Vor ihm steht ein Schild mit seinem Namen.
    Der CDU-Europaabgeordnete Gahler (picture alliance / Hans Lucas / Martin Bertrand)
    Gahler sagte im Deutschlandfunk, er halte die Kooperation zudem für politisch unverantwortlich. Die Firma in Lingen darf mit der Genehmigung Kernbrennstoff für Atomkraftwerke russischer Bauart herstellen. Gahler, der auch außenpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im Europaparlament ist, meinte, Russland dürfe in dem Bereich nicht dauerhaft Einnahmen erzielen. Er kritisiere nicht die Bundesregierung, sondern den Betreiber, betonte Gahler. Es gebe durchaus Alternativen, etwa aus Kanada.
    Der CDU-Politiker begrüßte grundsätzlich das neue EU-Sanktionspaket gegen Russland. Damit würden mehr Banken, Institutionen und Schiffe der Schattenflotte einbezogen.
    Diese Nachricht wurde am 24.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.