Atomabkommen mit Iran
Europäer aktivieren Verfahren für Wiedereinführung von Sanktionen

Im Streit über das iranische Atomprogramm haben Deutschland, Frankreich und Großbritannien den Mechanismus zur Wiedereinführung von Sanktionen ausgelöst.

    Die iranische Atomanlage Buschehr
    Wegen des iranischen Atomprogramms verhängen Deutschland, Frankreich und Großbritannien neue Sanktionen gegen das Land (Archivbild). (picture-alliance / dpa / ParsPix)
    Das geht aus einem Brief der drei Länder an den UNO-Sicherheitsrat hervor, der darüber binnen 30 Tagen entscheiden muss. Berlin, Paris und London werfen der Regierung in Teheran vor, gegen Auflagen des internationalen Atomabkommens aus dem Jahr 2015 zu verstoßen. Mit dem sogenannten Snapback-Mechanismus hatten die drei Länder Teheran gedroht, sollte bis Ende August keine diplomatische Lösung gefunden werden. Irans Außenminister Araghtschi bezeichnete die Entscheidung als ungerechtfertigt und rechtswidrig. Mit dem Nuklearabkommen sollte Teheran daran gehindert werden, eine Atombombe zu bauen.
    Es regelt insbesondere die unabhängige Überprüfung des iranischen Atomprogramms und legt Grenzen bei Menge und Anreicherung von Uran fest. Die Vereinbarung läuft im Oktober aus.
    Diese Nachricht wurde am 28.08.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.