Nach Trumps Zoll-Ankündigung
Europäer warnen vor Eskalation im Streit um Grönland

Deutschland und weitere europäische Länder haben die Drohung von US-Präsident Trump mit Sonderzöllen im Grönland-Konflikt zurückgewiesen.

    Ein Schiff der dänischen Marine patrouilliert vor Nuuk in Grönland
    Ein Schiff der dänischen Marine patrouilliert vor Nuuk in Grönland (IMAGO / Depositphotos / njarvis via imago-images.de)
    Damit untergrabe die US-Regierung die transatlantischen Beziehungen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung unter anderem von Deutschland, Dänemark, Frankreich und Großbritannien. Zugleich warnten sie vor einer Eskalation in dem Streit und betonten, die von Dänemark koordinierte Übung "Arctic Endurance" sei eine Antwort auf die Notwendigkeit größerer Sicherheit in der Arktis. Die Übung stelle für niemanden eine Bedrohung dar. Weiter heißt es, man sei bereit, in einen Dialog einzutreten und zwar auf Grundlage der Prinzipien der Souveränität und territorialen Integrität. Mit dem Thema befassen sich am späten Nachmittag die EU-Botschafter in einer Sondersitzung in Brüssel.
    Nach Ansicht von US-Präsident Trump kann Dänemark die Sicherheit für die autonome Insel Grönland nicht gewährleisten. Weil er nach eigenen Angaben damit auch nationale Interessen der Vereinigten Staaten bedroht sieht, beansprucht Trump Grönland für die USA. Um den Druck zu erhöhen, kündigte er Sonderzölle an. Diese sollen so lange bestehen, bis eine Vereinbarung über den Kauf Grönlands durch die USA erzielt ist.
    Diese Nachricht wurde am 18.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.