Konflikt um Grönland
Europäer wollen auf EU-Sondergipfel Trumps Zolldrohung gemeinsam kontern

Im Streit mit den USA um Grönland kommen die EU-Staats- und Regierungschefs in dieser Woche zu einem außerordentlichen Gipfeltreffen zusammen.

    Gestapelte Container in den Farben von den USA und der EU
    Gestapelte Container in den Farben von den USA und der EU (imago/Christian Ohde)
    Das teilte Ratspräsident Costa nach Beratungen mit den ständigen Vertretern der 27 Mitgliedsländer in Brüssel mit. Bei dem Sondergipfel solle eine europäische Antwort auf die Zolldrohungen von US-Präsident Trump koordiniert werden.
    Trump hatte seine Ansprüche auf Grönland bekräftigt und Sonderzölle gegen Deutschland und weitere europäische NATO-Partner angekündigt, die in dem Streit Dänemark unterstützen. Die betroffenen Staaten warnten in einer gemeinsamen Erklärung vor dem Risiko einer Eskalation.
    Bundesfinanzminister Klingbeil sagte, eine gemeinsame deutliche Antwort der Europäer sei wichtig. Mehrere Wirtschaftsverbände unterstützten diese Position. Bundesaußenminister Wadephul stellte die Unterzeichnung des EU-Handelsabkommens mit den USA infrage. Damit würden ab 6. Februar automatisch zusätzliche Zölle für die USA im Volumen von 93 Milliarden Euro gelten.
    Diese Nachricht wurde am 19.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.