US-Truppenabzug aus Deutschland
 Europäische Länder wollen mehr Eigenverantwortung in der Sicherheitspolitik übernehmen

Mehrere europäische Spitzenpolitiker werten den von US-Präsident Trump angekündigten Truppenabzug aus Deutschland als weiteres Signal für eine nötige Neuausrichtung der europäischen Sicherheitspolitik.

    Das Logo der Europäischen Politischen Gemeinschaft, kurz EPG. Zu sehen sind zwei einander überlappende Kreise, in lila und gelb. Im gelben Kreis steht geschrieben "European Political Community".
    In Eriwan beraten knapp 50 europäische Länder Länder über Themen wie Sicherheitspolitik, Energie und Wirtschaft. (Sean Kilpatrick/Canadian Press via ZUMA Press/dpa)
    Der britische Premierminister Starmer sagte bei einem Treffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft in Armeniens Hauptstadt Eriwan, es müsse ein stärkeres europäisches Element in der NATO geben. Norwegens Ministerpräsident Støre erklärte, er halte die von Trump genannten Zahlen nicht für dramatisch, sei aber der Ansicht, dass dies im Rahmen der NATO abgestimmt werden sollte.
    Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, betrifft der Teilabzug der US-Soldaten offenbar die sogenannte Stryker-Brigade in Vilseck in der Oberpfalz. Das Regiment sei auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr beheimatet. Der Standort werde nicht geschlossen, es verblieben mindestens 8.000 Soldaten. Der Bürgermeister von Vilseck, Grädler, sagte, der Abzug könnte seine Gemeinde wirtschaftlich hart treffen.
    US-Präsident Trump hatte unlängst den Abzug von deutlich mehr als 5.000 Soldaten aus Deutschland angekündigt. Er reagierte damit auf Aussagen von Bundeskanzler Merz, der sich kritisch zum US-Krieg gegen den Iran geäußert hatte.
    Diese Nachricht wurde am 04.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.