Weltraummüll
Europäische Wissenschaftler bestätigen Einschlag von ausgebranntem Teil einer SpaceX-Rakete auf dem Mond

Wissenschaftler haben bestätigt, dass auf dem Mond Reste einer SpaceX-Rakete eingeschlagen sind. Die in Chile ansässige Europäische Südsternwarte teilte mit, dass sie mit Hilfe ihres Observatoriums aus mehreren zusammengeschalteten Teleskopen sogenannte "Spektrallinien" entdeckt habe. Der Aufprall habe sich genau so ereignet wie erwartet.

    Die mit Kratern übersäte Oberfläche des Mondes, der aus dieser Perspektive größer wirkt als die Erde dahinter.
    Die Erde geht über der Rückseite des Mondes auf (Symbolbild). (picture alliance / ZUMAPRESS.com / Nasa)
    Bei dem vier Tonnen schweren Schrottteil handelte es sich um die ausgebrannte Stufe einer "Falcon 9", die vor rund anderthalb Jahren gestartet war. SpaceX erklärte, durch eine Mischung aus Sonnenaktivität und Schwerkraft sei das Raketenteil versehentlich auf Kollisionskurs mit dem Mond geraten. Ein Foto von dem Einschlag gibt es noch nicht. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hatte im Vorfeld angekündigt, sie wolle mit ihren Weltraumsonden Bilder aufnehmen und zur Erde senden.
    Die Nasa will in Zukunft eine Weltraumbasis auf dem Mond errichten, Erkenntnisse über mögliche Kollisionen mit Weltraumschrott sind deshalb wichtig. Auf dem Mond schlagen zwar regelmäßig Meteoriten ein, Kollisionen mit Raketenteilen oder anderem Weltraumschrott sind aber selten. Schätzungen der Europäischen Weltraumbehörde Esa zufolge befinden sich derzeit mehr als 46.000 Teile Schrott in der Erdumlaufbahn, die zusammen rund 17.000 Tonnen wiegen. 
    Diese Nachricht wurde am 06.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.