Berlin
Europäischer Filmpreis geht an "Sentimental Value"

Das Drama "Sentimental Value" hat gleich sechs Europäische Filmpreise gewonnen, darunter die Auszeichnung für den besten Film. Der norwegische Filmemacher Joachim Trier erzählt darin von der komplizierten Beziehung eines Regisseurs zu seinen beiden Töchtern.

    Joachim Trier und Renate Reinsve präsentieren ihre Siegerpreise bei der Verleihung des 38. Europäischen Filmpreises 2026 im Haus der Kulturen der Welt in Berlin.
    Regisseur Joachim Trier und Hauptdarstellerin Renate Reinsve mit ihren Trophäen nach dem Gewinn des Europäischen Filmpreises 2026 für "Sentimental Value". (IMAGO / Future Image / IMAGO / Sebastian Gabsch)
    Die Hauptdarsteller - der Schwede Stellan Skarsgård und die Norwegerin Renate Reinsve - gewannen beide Schauspielpreise. Trier selbst wurde für die beste Regie ausgezeichnet.
    Fünf Auszeichnungen gingen an das Roadmovie "Sirât" des französischen Regisseurs Oliver Laxe, darin machen sich ein Vater und sein Sohn in der Wüste auf die Suche nach der verschwundenen Tochter.
    Der deutsche Beitrag für die Oscars - "In die Sonne schauen" von Regisseurin Mascha Schilinski - gewann eine Auszeichnung für das beste Kostümbild, ging aber ansonsten trotz etlicher Nominierungen leer aus.
    Als bester Dokumentarfilm wurde "Fiume o Morte!" ausgezeichnet. Die Auszeichnung für das Lebenswerk ging an die norwegische Schauspielerin und Regisseurin Liv Ullmann ("Szenen einer Ehe").
    Ausgezeichnet wurden auch Maren Ade, Janine Jackowski und Jonas Dornbach von der Berliner Produktionsfirma Komplizen Film. Die italienische Regisseurin Alice Rohrwacher ("Glücklich wie Lazzaro") wurde für ihre Verdienste um den weltweiten Einfluss des europäischen Kinos geehrt.
    Der Europäische Filmpreis, der abwechselnd in Berlin und einer anderen Stadt vergeben wird, wurde zum 38. Mal verliehen. Die rund 5.400 Mitglieder der Europäischen Filmakademie konnten - ähnlich wie bei den Oscars in den USA - über die Preisträgerinnen und Preisträger abstimmen.
    Diese Nachricht wurde am 18.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.