Brüssel
Europäischer Rechnungshof hat keinen genauen Überblick über Verbleib von Corona-Milliarden

Der Europäische Rechnungshof beklagt eine mangelnde Transparenz bei der Verwendung der Mittel aus einem milliardenschweren Corona-Wiederaufbaufonds.

    Der Sitz des Europäischen Rechnungshofes auf dem Kirchberg in Luxemburg-Stadt. Aufnahme von 2006. Foto: Romain Fellens
    Europäischer Rechnungshof in Luxemburg (Archivfoto) (picture alliance / dpa / Romain Fellens)
    Man habe keinen vollständigen Überblick darüber, was mit den Geldern geschehe, heißt es in einem Bericht. Tausende Empfänger der Gelder, darunter zahlreiche Unternehmen, seien dem Rechnungshof nicht bekannt. Nicht alle Länder würden die erforderlichen Daten systematisch erheben. Eine Sprecherin erklärte, ohne diese Informationen könne man nicht beurteilen, ob die Mittel fair verteilt würden, ob Risiken einer Konzentration bestünden und ob EU-Gelder einen Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger brächten.
    Der Wiederaufbaufonds wurde 2021 eingerichtet, um EU-Länder nach der Corona-Pandemie zu unterstützen. Die Europäische Kommission nimmt dafür Kredite am Kapitalmarkt auf und verteilt die Mittel. Bis Januar dieses Jahres wurden schätzungsweise bereits 577 Milliarden Euro bereitgestellt.
    Diese Nachricht wurde am 07.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.