
Die Behörde teilte mit, einzelne Staaten hätten ohne Rücksicht aufeinander begonnen, Medikamente zu horten. Außerdem stimmten sich die EU-Länder nicht untereinander ab. Der zuständige Prüfer am Rechnungshof, Lehne, warnte vor einer weiteren Verschärfung der Lage und betonte, die EU müsse bei der Lieferung von Medikamenten unabhängiger von Drittstaaten werden. Der Rechnungshof fordert zudem, die geplante Reform der europäischen Arzneimittelgesetze rasch umzusetzen. Hintergrund ist, dass sich die Länder oft nicht gegenseitig mit Medikamenten versorgen können, weil sich die Zulassungsbedingungen oder die Angaben auf den Verpackungen unterscheiden.
In Deutschland sind derzeit mehr als 500 Präparate als schwer verfügbar gemeldet, darunter Antibiotika-Säfte für Kinder.
Diese Nachricht wurde am 17.09.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
