
Tausende Tonnen an Erzeugnisse wie Salat, Karotten, Knoblauch und Zwiebeln im Wert von mehreren zehn Millionen Euro könnten in diesem Jahr verloren gehen. Bei bestimmten Kulturen werde aufgrund des ausbleibenden Regens eine Halbierung der Erntemenge erwartet, erklärte der Sprecher. Die Hitze im Juni und Juli habe zudem das Wachstum der Trauben in Weinbaugebieten wie der Champagne, dem Bordeaux und dem Burgund gebremst; es drohten geringere Erträge und eine der frühesten Weinlesen der Geschichte. Die Ernte beginne in den Gebieten bereits am 15. August - etwa einen Monat früher als üblich. Die Winzer rechneten mit einen um rund zehn Prozent geringeren Traubenertrag als im Vorjahr.
EU korrigiert Ernteprognosen nach unten
In Spanien prognostiziert das Landwirtschaftsministerium, dass die Getreideernte des Landes von 24 Millionen Tonnen im Vorjahr auf knapp über 18,5 Millionen Tonnen zurückgehen werde. Die Prognose sei aber noch vor den verheerenden Waldbränden erstellt worden, hieß es.
Preisanstieg bei Speiseöl erwartet
Auch die Europäische Union korrigierte ihre Ernteerwartungen nach unten. So würden für Sonnenblumen – für die Speiseölherstellung unverzichtbar – sieben Prozent weniger erwartet. Die Prognose für Mais liege um sechs Prozent unter dem vorherigen Wert, und die Erwartungen für Kartoffeln und Sojabohnen seien um drei Prozent gesenkt worden.
Die Produzenten von Olivenöl rechnen nach EU-Angaben für dieses Jahr mit einem erneuten Preisanstieg. In Griechenland, Italien und Portugal seien zahlreiche Olivenhaine den Flammen zum Opfer gefallen. Die extreme Hitze habe außerdem den Schädlingsbefall begünstigt.
Diese Nachricht wurde am 04.08.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
