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Analyse
Europol: Mehr als 800 kriminelle Netzwerke bedrohen EU

Die Polizeibehörde Europol hat mehr als 800 schwerkriminelle Netzwerke ausgemacht, die die Sicherheit in der Europäischen Union bedrohen.

    Das Gebäude von Europol in Den Haag in den Niederlanden
    Das Gebäude von Europol in Den Haag (imago images / Steinach / Sascha Steinach)
    Diese hätten über 25.000 Mitglieder, heißt es in einem in Den Haag vorgelegten Bericht zum Organisierten Verbrechen. Die Netzwerke seien erstmals auf der Grundlage von Daten aus allen EU-Mitgliedsstaaten identifiziert und analysiert worden. Es handele sich um hochprofessionelle und international operierende Organisationen, die flexibel und zerstörerisch seien.
    Das Hauptgeschäft der Banden ist der Analyse zufolge der Drogenhandel. Jedes zweite Netzwerk sei darin verwickelt. Vorwiegend gehe es um Kokain, aber auch um synthetische Drogen und Cannabis. Die größte Bedrohung liegt Europol zufolge in der Infiltrierung der legalen Geschäftswelt. 86 Prozent der Netzwerke seien in derartige Aktivitäten involviert. Eine große Mehrheit arbeite mit Korruption und Gewalt.
    Diese Nachricht wurde am 05.04.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.