Nach Hantavirus-Ausbruch
Evakuierung des Kreuzfahrtschiffs "Hondius" läuft vor Teneriffa

Vor der Küste Teneriffas läuft die Evakuierung des Kreuzfahrtschiffs "Hondius", auf dem das Hantavirus ausgebrochen war.

    Personen in Schutzbekleidung und mit Masken werden mit einem Schiff im Hafen von Granadilla auf Teneriffa von dem vom Hantavirus betroffene Kreuzfahrtschiff MV Hondius ausgeschifft.
    Personen in Schutzbekleidung und mit Masken werden mit einem Schiff im Hafen von Granadilla auf Teneriffa von dem vom Hantavirus betroffene Kreuzfahrtschiff MV Hondius ausgeschifft. (AP / dpa / Manu Fernandez)
    Nach Angaben des spanischen Gesundheitsministeriums wurden zunächst 14 Spanier am Hafen von Granadilla an Land gebracht. Auch fünf Franzosen sind inzwischen ausgeflogen worden. Vier deutsche Passagiere sollen über die Niederlande nach Frankfurt am Main und dann weiter in die Heimat transportiert werden.
    Zuvor hatten medizinische Teams alle Menschen an Bord untersucht. Keiner der Passagiere und Crewmitglieder hat demnach Symptome. Auf dem Schiff befanden sich zuletzt etwa 150 Menschen aus 23 Ländern. Aufgrund der langen Inkubationszeit des Hantavirus gelten sie dennoch als Hochrisikokontakte. Sechs Menschen hatten sich auf dem Kreuzfahrtschiff nachweislich mit dem Virus infiziert, drei davon starben.
    Diese Nachricht wurde am 10.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.