Hantavirus
Evakuierung von Kreuzfahrtschiff "MV Hondius" abgeschlossen - WHO bestätigt weitere Infektion

Die Evakuierung der Passagiere und eines Teils der Mannschaft von dem von Hantavirus-Infektionen betroffenen Kreuzfahrtschiff "MV Hondius" ist am Abend abgeschlossen worden.

    Transmissionselektronenmikroskopische Aufnahme des Sin-Nombre-Hantavirus. Eine farbige Aufnahme mit roten und grünen Zellen.
    Transmissionselektronenmikroskopische Aufnahme des Sin-Nombre-Hantavirus (imago / Depositphotos / imagepointfr via imago-images.de)
    Das Schiff befindet sich nun mit einer Restbesatzung auf dem Weg in die Niederlande, wo es umfassend desinfiziert werden soll. Die "Hondius" hatte die spanische Insel Teneriffa am Sonntag erreicht. Unter den ausgeflogenen Passagieren befinden sich auch vier Deutsche. Sie wurden in einer Isolierstation im Universitätsklinikum Frankfurt untersucht. Wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilte, müssen sie nun voraussichtlich für mehrere Wochen in häusliche Quarantäne. Von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit kann es laut Experten bis zu 45 Tage dauern.
    Die Weltgesundheitsbehörde WHO bestätigte eine weitere Infektion mit dem Hantavirus. Der Erreger sei bei einer französischen Passagierin nach dem Verlassen des Schiffs nachgewiesen worden, teilte die WHO mit. Dies sei der siebte bestätigte Fall. Zudem meldeten die USA und Spanien je einen positiv getesteten Passagier. Die WHO hat diese Ergebnisse noch nicht bestätigt.
    Diese Nachricht wurde am 11.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.