
Die Eisenbahnergewerkschaft EVG erklärte am Abend die Tarifverhandlungen mit der Bahn für gescheitert. Insbesondere die von der Bahn angebotene Laufzeit sei deutlich zu lang und die angebotene Lohnerhöhung zu niedrig, erklärte die Gewerkschaft. In den Verhandlungen hatte die EVG ursprünglich zwölf Prozent mehr Lohn gefordert, mindestens aber 650 Euro im Monat - bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Bahn hat - dem letzten veröffentlichten Stand zufolge - bis zu zwölf Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von 24 Monaten angeboten. Dazu kämen 2.850 Euro Ausgleichsprämie für die Inflation noch in diesem Jahr. Die Deutsche Bahn kritisierte den Abbruch der Tarifverhandlungen durch die EVG.
Heute berät der Bundesvorstand der Gewerkschaft über das weitere Vorgehen. Neben einem unbefristeten Streik ist auch ein Schlichtungsverfahren denkbar.
Diese Nachricht wurde am 22.06.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
