
Die Beschäftigten der Deutschen Bahn und weiteren Unternehmen sollen demnach von drei bis elf Uhr die Arbeit niederlegen. Damit wolle man die Firmen treffen und nicht die Fahrgäste, erklärte die EVG. Allerdings wird erwartet, dass es bei der Deutschen Bahn den ganzen Tag zu massiven Problemen und Verspätungen kommen wird, da die Züge morgens nicht planmäßig auf die Strecken geschickt werden.
Im Tarifkonflikt macht die EVG der Deutschen Bahn Vorwürfe. So habe die Geschäftsleitung weiter kein Angebot vorgelegt. Stattdessen wolle diese jetzt den Schlichterspruch im Öffentlichen Dienst als Grundlage für die Verhandlungen nehmen. Das lehnt die EVG aber mit dem Verweis ab, dass es auch um Bahn-spezifische Fragen in den Verhandlungen gehe. So gebe es etwa bei der DB immer noch Tarifgruppen, die unter Mindestlohn bezahlt würden.
Die Bahn selbst nannte den neuen Warnstreik unnötig und warf der EVG vor, nicht an den Verhandlungstisch zu kommen. Dort hätten längst Lösungen gefunden werden können. Man sei bereit über einen Bahn-spezifischen Tarifvertrag zu sprechen.
Die EVG verhandelt für rund 230.000 Beschäftigte bei 50 Bahn- und Busunternehmen und verlangt bei einer Laufzeit von einem Jahr zwölf Prozent mehr Lohn, mindestens aber 650 Euro im Monat.
Diese Nachricht wurde am 19.04.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
