Zugverkehr
EVG verlangt nach tödlichem Angriff auf Schaffner Doppelbesetzungen: Auch Busfahrer müssen besser geschützt werden

Knapp drei Wochen nach dem tödlichen Angriff auf Zugbegleiter Serkan Calar in Rheinland-Pfalz hat die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft einen Katalog mit Forderungen für mehr Sicherheit vorgelegt.

    Zugreisende gehen an Zügen der Deutschen Bahn im Münchner Hauptbahnhof vorbei. Die Tarifverhandlungen bei der Deutschen Bahn sind gescheitert. Das teilte die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) am Mittwoch in Berlin mit. Sie will nun im Bundesvorstand über die nächsten Schritte entscheiden, möglich wäre ein unbefristeter Streik.
    "Der wichtigste Punkt ist die Doppelbesetzung von Schichten." (picture alliance / dpa / Peter Kneffel)
    Darin verlangt die EVG vor allem, dass Kollegen künftig nicht mehr alleine, sondern mindestens zu zweit im Dienst sein müssen. Es sei Job der Arbeitgeber, Schichtpläne zu überprüfen und umzugestalten, damit Doppelbesetzungen auch praktisch umgesetzt würden. Weiter hieß es, etwas aus dem Blick geraten sei die Situation der Busfahrer, die ebenfalls Übergriffen ausgesetzt seien. Hier fordert die EVG geschlossene Fahrerkabinen mit einer extra Tür als zweitem Fluchtweg.
    Der 36-jährige Zugbegleiter Serkan Calar war Anfang Februar in einem Regionalzug von einem Fahrgast bei der Ticketkontrolle mit Faustschlägen so schwer verletzt worden, dass er daran gestorben ist.
    Diese Nachricht wurde am 20.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.