Proteste im Iran
EVP-Chef Weber fordert, EU-Botschaften in Teheran als Schutzräume für Demonstranten zu öffnen

Demonstrierende im Iran sollten nach einem Vorschlag des Chefs der Europäischen Volkspartei EVP, Weber, Zuflucht in Botschaften von EU-Ländern finden können. Weber sagte der Bild-Zeitung, man müsse die Menschen vor dem "Terror-Regime" schützen.

    Menschen im Iran protestieren auf der Straße
    EVP-Chef Weber fordert, EU-Botschaften in Teheran als Schutzräume für Demonstranten zu öffnen. (picture alliance / SIPA | MAHSA/MEI)
    Zitat Weber: "Lasst uns alle Botschaften von EU-Ländern im Iran als Schutzräume öffnen." Die tödliche Gewalt des Mullah-Regimes gegen friedliche Demonstranten sei durch nichts zu rechtfertigen. Die mutige Opposition im Iran habe die volle Unterstützung verdient.

    Nicht alle EU-Länder haben eine Botschaft

    Nicht alle 27 EU-Länder haben eine Botschaft im Iran. Die deutsche Botschaft in Teheran arbeitet nach Angaben des Auswärtigen Amtes seit dem vergangenen Sommer in eingeschränktem Umfang und kann auch deutschen Staatsbürgern "derzeit nur eingeschränkt konsularische Hilfe vor Ort leisten".

    EU-Parlamentspräsidentin Metsola fordert mehr Unterstützung

    Zuvor hatte EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola von den Regierungen der EU-Staaten eine deutlich stärkere Unterstützung für die Proteste gegen die Staatsführung im Iran verlangt. Metsola selbst hatte bereits am Montag allen offiziellen Vertretern der Islamischen Republik Iran den Zutritt zu den Räumlichkeiten des Europäischen Parlaments verboten. 
    Die Zahl der Opfer bei den Protesten wird inzwischen von der Organisation "Iran Human Rights" mit Sitz in Oslo mit mehr als 3.400 angegeben. In anderen Schätzungen liegt die Zahl deutlich höher.

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    Diese Nachricht wurde am 14.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.