Dienstag, 21. Mai 2024

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Flüchtlinge
EVP-Chef Weber fordert Verhandlungen mit Tunesien

Der Vorsitzende der Europäischen Volkspartei, Weber, hat Verhandlungen zwischen der EU und Tunesien über einen zweiten Flüchtlingspakt gefordert.

17.04.2023
    Der EVP-Politiker Manfred Weber steht an einem Mikrofon. Er schaut nicht in die Kamera, sondern zur seite und lacht freundlich.
    Manfred Weber fordert neuen Flüchtlingspakt mit Tunesien (IMAGO/ZUMA Wire)
    Weber sagte der "Bild"-Zeitung, ähnlich wie beim Türkei-Abkommen müsse den Schlepperbanden gemeinsam das Handwerk gelegt werden. Der Grenzschutz, die Kontrollen sowie das Zurückweisen illegaler Migranten müssten endlich funktionieren. Der CSU-Politiker verwies auf die stark gestiegenen Flüchtlingszahlen in Italien und betonte, die EU schlafwandle in eine neue Migrationskrise. Man dürfe Italien jetzt nicht alleine lassen.
    Nach einem Bericht der EU-Grenzschutzagentur Frontex hat Tunesien mittlerweile Libyen als Haupt-Transferland abgelöst. 57 Prozent der in Italien ankommenden Migranten bestiegen dort die Schlepperboote.
    Diese Nachricht wurde am 17.04.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.