
Weber sagte im Deutschlandfunk, dass Costas Büro in den vergangenen Wochen Kontakte mit Russland gehabt habe, sei zwar nicht abgestimmt gewesen, allerdings halte er die Reaktion einiger Staats- und Regierungschefs für übertrieben. Der CSU-Politiker führte aus, es liege eine - Zitat - "gute Woche" hinter der EU, in der unter anderem die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine begonnen worden seien. Außerdem habe man sich beim G7-Gipfel auf neue Sanktionen gegen Russland verständigt.
Das Büro von Ratspräsident Costa hatte Berichte bestätigt, wonach es kurze Kontakte mit Russland auf diplomatischer Ebene gab, um eine Öffnung von Kommunikationskanälen anzustoßen. Mehrere EU-Staats- und Regierungschefs kritisierten, dass sie vorab nicht informiert worden seien. In deutschen Regierungskreisen war von einem Affront die Rede. - Bei den Gipfelberatungen wird es heute auch um den künftigen EU-Haushalt gehen.
Diese Nachricht wurde am 19.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
