
Die Vorstellung, dass man montags mit Stimmen der SPD, dienstags vielleicht mit Stimmen von SPD und Grünen etwas durchsetzt, mittwochs mit der AfD und donnerstags das Spiel wieder von vorne anfängt, habe "mit politischer Realität überhaupt nichts zu tun". In der demokratischen Mitte stehe keine alternative Mehrheit zur Verfügung.
Auch politische Vorgaben für die Landtagswahlen im Herbst lehnte Kramp-Karrenbauer ab. Die Bundespartei könne dem Landesverband nicht einfach verordnen, wie er sich bei der absehbar schwierigen Regierungsbildung zu verhalten habe. Das Adenauer-Haus in Berlin, also die CDU-Zentrale, sei kein "Zentralorgan": Es werde nach der Wahl aber Gespräche mit dem Bundesvorsitzenden Merz. Aber zu sagen, das Adenauer-Haus lege jetzt den Schalter nach links oder nach rechts um, werde schwierig sein. In Sachsen-Anhalt, wo die AfD laut Umfragen auf eine Mehrheit zusteuert, sagte Kramp-Karrenbauer
MV-Spitzenkandidat Peters kann sich CDU-Minderheitsregierung vorstellen
Der Spitzenkandidat der CDU in Mecklenburg-Vorpommern, Peters, hält eine Minderheitsregierung nach der Landtagswahl am 20. September für möglich, falls es nicht für eine Mehrheit ohne AfD oder Linkspartei reicht. Das sei zwar nicht sein Wunschmodell, sagte er der Zeitung "Die Welt". Stabile Koalitionen seien meist verlässlicher. Aber man brauche in Deutschland mehr parlamentarischen Pragmatismus. In Skandinavien werde seit Jahren unaufgeregt mit Minderheitsregierungen gearbeitet, meinte Peters.
Laumann und andere kündigen Parteiaustritt für den Fall einer Kooperation von CDU und AfD an
Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Laumann hatte für den Fall einer Kooperation seiner CDU mit der AfD nach den Landtagswahlen im Herbst den Parteiaustritt angekündigt. Viele Mitglieder, die er kenne, würden dann ebenfalls austreten, erklärte der frühere, langjährige CDA-Vorsitzende. Eine Zusammenarbeit wäre das Ende der CDU. Ähnlich äußerten sich andere CDU-Politiker.
Diese Nachricht wurde am 18.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
