Nach Wahl in Baden-Württemberg
Ex-FDP-Generalsekretär Wissing kritisiert "radikalen" Kurs der Parteiführung

Der frühere FDP-Generalsekretär Wissing hat die Äußerung von CDU-Chef Merz, die FDP sei verloren, kritisiert.

    Volker Wissing spricht in ein Mikrofon.
    Der frühere FDP-Generalsekretär Volker Wissing (dpa / picture alliance / Michael Kappeler)
    Wissing sagte im Deutschlandfunk, er finde Merz' Aussage unangemessen - man solle so nicht mit politischen Mitbewerbern umgehen. Gleichzeitig stellte Wissing jedoch auch den aktuellen Kurs seiner ehemaligen Partei in Frage. Wähler einer liberalen Partei erwarteten Ausgleich und Kompromissfähigkeit. Stattdessen habe sich die FDP unter ihrem Vorsitzenden Dürr entschieden, radikal in eine bestimmte, libertäre Richtung zu gehen. Dies enge das Wählerpotential stark ein. Hinsichtlich eines möglichen Comebacks der FDP sagte Wissing, die Idee des Liberalismus werde in Deutschland Zukunft haben. Menschen brauchten Freiheit; aber auch eine entsprechende politische Kraft, die sich konstruktiv einbringe.
    Die FDP hatte am Sonntag in ihrem Stammland Baden-Württemberg den Wiedereinzug in den Landtag verpasst. Bundeskanzler Merz erklärte daraufhin, die Freien Demokraten seien damit endgültig von der politischen Bühne verschwunden.
    Diese Nachricht wurde am 10.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.