
Gegen den 35-Jährigen erging in der Stadt Saratow an der Wolga Haftbefehl wegen Mordes, nachdem er seine Freundin in einem Geschäft erstochen hatte, wie Ermittler mitteilten. Der Mann war 2021 wegen Mordes verurteilt worden, weil er damals seine Ehefrau ebenfalls in einem Geschäft erstach.
Er hatte sich wie viele verurteilte Gewalttäter in Russland freiwillig zum Einsatz für den Krieg gegen die Ukraine gemeldet und sich damit seine Freiheit samt Begnadigung erkauft. Menschenrechtler sehen in dem System eine Gefahr für die russische Gesellschaft. Nach Recherchen der kremlkritischen Internetplattform "Wjorstka" gab es neue Strafverfahren gegen fast 250 frühere Verurteilte sowie gegen 180 Soldaten. Sie hätten seit Kriegsbeginn in Russland 240 Menschen getötet. Auch Frauenrechtlerinnen weisen immer wieder darauf hin, dass die Kriegsheimkehrer die Fälle häuslicher Gewalt in die Höhe treiben.
Diese Nachricht wurde am 08.10.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.