Untersuchungsausschuss zu Nord Stream
Ex-Kanzler Scholz: Langer Verzicht auf LNG-Terminals war Fehler

Altbundeskanzler Scholz hat im Untersuchungsausschuss des mecklenburg-vorpommerschen Landtages zur Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 energiepolitische Fehler der Vergangenheit kritisiert.

    Schwerin: Olaf Scholz (SPD), Ex-Bundeskanzler, als Zeuge zum Untersuchungsausschuss zum Bau von Nord Stream 2.
    Olaf Scholz (SPD), Ex-Bundeskanzler, als Zeuge zum Untersuchungsausschuss zum Bau von Nord Stream 2. (Bernd Wüstneck / dpa / Bernd Wüstneck)
    Scholz sagte bei seinem Auftritt als Zeuge in Schwerin, Deutschlands Abhängigkeit von Russland in Energiefragen sei ein Fehler gewesen. Er habe nie verstanden, dass hierzulande keine Infrastruktur für LNG-Terminals errichtet worden sei, um im Notfall auf Flüssiggas aus anderen Ländern zurückgreifen zu können. Er selbst habe sich jahrelang dafür eingesetzt.
    Nord Stream 2 sollte russisches Gas nach Deutschland transportieren, ging aber wegen des russischen Überfalls auf die Ukraine 2022 nicht in Betrieb. Der Ausschuss soll klären, ob es russischen Einfluss auf die Gründung einer mecklenburg-vorpommerschen Landesstiftung gab, mit deren Unterstützung die Pipeline im Jahr 2021 vollendet wurde.
    Diese Nachricht wurde am 21.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.