Kooperationen im Europaparlament
Ex-Kommissionspräsident Juncker: "Kein Flirt mit den extremen Rechten"

Der frühere EU-Kommissionspräsident Juncker hat die Zusammenarbeit zwischen Europäischer Volkspartei und rechten Parteien im Europaparlament als Spiel mit dem Feuer bezeichnet.

    Jean-Claude Juncker, im Gespräch an seinem Schreibtisch, unterstreicht eine Aussage mit ausgestrecktem Zeigefinger.
    Jean-Claude Juncker, ehemaliger Präsident der Europäischen Kommission und ehemaliger Premierminister von Luxemburg (picture alliance / dpa / Harald Tittel)
    Die EVP sei immer eine Partei der politischen Mitte gewesen, sagte Juncker im Deutschlandfunk. Jedwede Kooperation mit der extremen Rechten sei zu missbilligen. Die Brandmauer dürfe nicht eingerissen werden. Das sei man Europa und den Wählern schuldig.

    Merz verurteilt Absprachen mit Rechtsradikalen

    Auch Bundeskanzler Merz verurteilte die Absprachen. Man arbeite mit Rechtsradikalen nicht zusammen. Alle Entscheidungen der EVP müssten ohne die deutschen AfD-Abgeordneten getroffen werden. Etwaige Chatgruppen zur Abstimmung müssten vom Vorsitzenden der EVP-Fraktion, Weber, unverzüglich abgestellt und entsprechende Konsequenzen gezogen werden, sagte Merz.
    Diese Nachricht wurde am 17.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.