
Streeting sagte in London, man brauche einen echten Wettkampf mit den besten Kandidaten. Der 43-Jährige gilt schon länger als Herausforderer Starmers. Streeting hatte das Kabinett am Donnerstag aus Protest gegen Starmer verlassen. Unter anderem im Hinblick auf den Brexit schlug Streeting einen deutlich anderen Ton an als sein früherer Chef: "Die EU zu verlassen, war ein katastrophaler Fehler", sagte er. Die Entscheidung habe dazu geführt, dass Großbritannien weniger wohlhabend und weniger mächtig sei und einen Verlust an Kontrolle erlitten habe. Streeting betonte, man brauche eine neue besondere Beziehung mit der EU, weil Großbritanniens Zukunft in Europa liege.
Streeting braucht die Unterstützung von mindestens 81 Abgeordneten, um den Premierminister herausfordern zu können. Dann käme es zu einer Urabstimmung unter den Parteimitgliedern und weiteren Wahlberechtigten. Dieser Prozess könnte sich über Wochen und Monate hinziehen. Streeting zählt zum rechten Flügel in der Labour-Partei.
Burnham derzeit beliebtester Politiker im Land
Als weiterer möglicher Herausforderer des britischen Regierungschefs gilt der Bürgermeister von Manchester, Burnham. Er gehört dem linken Flügel der Labour-Partei an. Burnham ist derzeit der beliebteste Politiker über alle Parteigrenzen hinweg in Großbritannien.
Auch Starmers ehemalige Stellvertreterin Rayner wird als eine mögliche Kandidatin für die Nachfolge des Regierungschefs gehandelt.
Diese Nachricht wurde am 16.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.




