
Präsidentin Iotowa erteilte dem 62-Jährigen den Auftrag zur Regierungsbildung. Radew legte eine Liste seiner Minister vor, über die das Parlament morgen abstimmen soll. Der prorussische Ex-Präsident hatte bei der Wahl mit knapp 45 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit im Parlament geholt. Radew sieht sich einer steigenden Inflation und einem blockierten Justizsystem gegenüber. Zudem muss er eine Reihe von Reformen umsetzen, um EU-Gelder in Höhe von 400 Millionen Euro zu erhalten.
Bulgarien ist das ärmste Land der EU und steckt seit Jahren in einer politischen Krise. Es war bereits die achte Parlamentswahl binnen fünf Jahren.
Diese Nachricht wurde am 07.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
