
Das Expertengremium erklärte, der Wirkstoff habe bei Symptomatik oder Lebensqualität nicht besser abgeschnitten als Behandlungen, die nur auf Symptome zielten. Lecanemab richtet sich im Gegensatz zu bisherigen Ansätzen erstmals gegen Eiweißablagerungen im Gehirn, was als eine mögliche Ursache von Alzheimer gesehen wird. Es kann bei bestimmten Patienten den Krankheitsverlauf in der Frühphase leicht verzögern. Um Heilung geht es dabei aber nicht.
Der Wirkstoff ist unter dem Handelsnamen Leqembi seit September 2025 in Deutschland auf dem Markt und kann trotz des Beschlusses zunächst weiter verordnet werden. Die Einschätzung der Experten bildet nun die Grundlage für Preisverhandlungen für das Arzneimittel zwischen dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen und dem Hersteller.
Diese Nachricht wurde am 19.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
