Krankenkassen
Expertenkommission legt Empfehlungen vor

Die von der Bundesregierung eingesetzte Expertenkommission zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung hat ein Paket mit 66 Empfehlungen vorgelegt, um die Finanzlage der Kassen zu verbessern.

    Eine Gesundheitskarte liegt auf vielen Euro Banknoten als Symbolbild für steigende Krankenkassenbeiträge und notwendige Reformen im Gesundheitssystem.
    Die Expertenkommission zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung legt Empfehlungen vor. (picture alliance / SZ Photo / Wolfgang Filser)
    Zu den Vorschlägen zählt eine Streichung der kostenfreien Mitversicherung von Ehepartnern. Zudem regen die Fachleute an, dass der Bund künftig die Kosten für die Versicherung von Grundsicherungs-Beziehenden übernimmt. Die Zuzahlungen von Patientinnen und Patienten etwa für Medikamente könnten angehoben werden, ebenfalls empfohlen wird eine höhere Besteuerung von zuckerhaltigen Erfrischungsgetränken, Tabak und Spirituosen. Ziel der Reformvorschläge ist es, die Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung kurzfristig ab dem Jahr 2027 zu stabilisieren. 
    Der Vorstandsvorsitzende des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung, Blatt, begrüßte die Empfehlungen. Diese könnten dafür sorgen, dass die Beiträge im kommenden Jahr stabil bleiben oder sogar gesenkt werden könnten. Arbeitgeberpräsident Dulger erklärte, man begrüße den Mut und die Entschlossenheit der Kommission. Kritik kam dagegen von Ärzteverbänden und der Pharmaindustrie. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung warnte vor Nachteilen für Patienten. Gesundheitsministerin Warken kündigte ein zügiges Reformpaket auf Basis der Experten-Vorschläge an.
    Diese Nachricht wurde am 30.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.