Jugendschutz
Expertenkommission: Social-Media-Verbote allein wirken nicht

Eine Expertenkommission des Familienministeriums dämpft die Erwartungen an Social-Media-Verbote für Kinder und Teenager. Der Vorsitzende des Gremiums, Köller, sagte bei der Vorstellung von Zwischenergebnissen in Berlin, es sei zu kurz gesprungen, nur über Altersbeschränkungen nachzudenken. Man müsse das Problem in seiner ganzen Breite anpacken.

    Eine Gruppe Jugendlicher von oben fotografiert, sie stehen mit ihren Mobiltelefonen in der Hand nebeneinander.
    Gespräche über Social-Media-Verbote für Jugendliche. (Getty Images / Justin Lambert)
    Vorhandene Regeln müssten umgesetzt werden; darüber hinaus brauche es Prävention, Bildungsangebote und Hilfen für Eltern.
    Laut Bericht sind digitale Medien zentraler Bestandteil der Alltags- und Lebenswelt junger bis sehr junger Menschen. Dies sei verbunden mit einem breiten Spektrum an Risiken wie Suchtgefahr, Cybermobbing, Darstellungen von Gewalt und Pornografie. Zugleich böten die sozialen Medien aber auch Chancen. Köller betonte, Schutz und Teilhabe dürften keine Gegensätze bilden; es gehe um geschützte Teilhabe im Netz.
    Die im September von Familienministerin Prien eingesetzte Kommission will Ende Juni Empfehlungen an die Politik vorlegen.
    Diese Nachricht wurde am 20.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.