Montag, 05. Dezember 2022

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Extrasaiten

Obwohl er noch keine CD unter eigenem Namen veröffentlicht hat, gilt er als einer der originellsten Gitarristen der aktuellen deutschen Jazzszene: Ronny Graupe, 1979 in Chemnitz geboren, heute in Berlin ansässig.

Vorgestellt von Odilo Clausnitzer | 24.08.2012

    Mit dem kollektiven Trio Hyperactive Kid konnte er einen Großteil seiner Ideen und Inspirationen ausleben. Schräge Riffs, fiebrige Gruppenimprovisationen, aber auch atemberaubend konstruierte Bögen und Melodien mit Popsongqualitäten prägen dessen Musik.

    Graupe ist einer der Aktivisten der jungen Musikerinitiative Jazzkollektiv Berlin, die Konzerte und Festivals organisiert. Er arbeitet mit einer erlesenen Zahl von Ensembles der dynamischen Hauptstadtszene, deren Einflüsse von Hanns Eisler über Drum&Bass bis zu Hardcore Punk reichen.

    Als Kompass durch diese unterschiedlichen Stilistiken dient dem Gitarristen sein konsequenter Teamgeist und ein sympathischer Humor. Eine zusätzliche siebte Saite am Instrument erlaubt ihm dabei auch diesseits von Elektronik und Effekten immer eine persönliche Farbgebung.

    <im_82368>ACHTUNG: Nur in Zusammenhang mit Berichterstattung über Ronny Graupe</im_82368>In seinem einzigen Projekt als Bandleader namens Spoom beschäftigte sich Graupe zunächst mit Jazzstandards. Heute schreibt er dafür ambitionierte Kompositionen. Als einfühlsamer Begleiter arbeitet er seit einigen Jahren mit dem legendären Klarinettisten Rolf Kühn zusammen. Aktuell leiht er Henning Sieverts’ kammermusikalischem Projekt ‘Symmethree’ seine unverwechselbare Stimme. Im Gespräch gibt er Einblick in seine klangfarbenreiche Welt.